Räuber und Gendarm

Bei diesem Geländespiel wird ein abwechslungsreiches Gelände benötigt, das viele Versteckmöglichkeiten bietet. Die Grenzen müssen klar gekennzeichnet werden (z.B.: durch Absperrbänder etc.) Die Spieler_innen werden in zwei Gruppen eingeteilt: Gendarmen und Räuber. Die Gruppen müssen nicht zwingend gleich groß sein. Die Anzahl an Gendarmen ist von der Größe des Geländes abhängig; je größer das Gelände, desto mehr Gendarmen sind von Nöten. Es ist sinnvoll die Gendarmen optisch zu kennzeichnen durch z.B. eine Schleife.

In der Mitte des Geländes wird eine Fläche, so groß, dass alle Räuber darin platz haben, gekennzeichnet. Diese Fläche bildet das Gefängnis.

 

Die Räuber bekommen nun einen Vorsprung von 10 Minuten, um sich auf dem Gelände zu positionieren/zu verstecken. Die Gendarmen starten am Gefängnis. Ihre Aufgabe ist es, alle Räuber abzuschlagen und ins Gefängnis zu bringen. Hat ein Gendarm einen Räuber abgeschlagen, so muss er diesen ins Gefängnis begleiten. 

Ein Räuber im Gefängnis kann durch einen anderen (freien) Räuber durch Abklatschen befreit werden. Die Gendarmen dürfen das Gefängnis zwar bewachen, aber nicht betreten. Das Spiel sollte zeitlich auf 30-60 Minuten begrenzt werden. Gelingt es den Gendarmen in der vorgegebenen Zeit alle Räuber abzuklatschen, gewinnen sie das Spiel, andernfalls gewinnen die Räuber.

Variationen:

Alibi: Die Räuber erhalten eine begrenzte Anzahl an Schriftstücken, die sie frei weitergeben können, die Alibis. Wird ein Räuber gefangen, der ein Alibi besitzt, so muss er das Schriftstück abgeben und der Gendarm muss ihn laufen lassen.

Privatdetektiv: Die Gendarmen haben ein oder mehrere Mitglieder, die Räuber mit Alibis festnehmen dürfen.

 

Psychologe: Der Psychologe steht auf Seite der Gendarmen. Er darf das Gefängnis betreten. Ist er drei Minuten lang mit einem Räuber allein im Gefängnis, wird der Räuber „bekehrt“ und wird zum Gendarm. (Jungwirth 2014, 52f.)